Wer wir sind
Warum diese Zeitung?
Sitemap
Kontakt/Impressum
aktuelle Ausgabe
frühere Ausgaben (Inh.)
Ulipristal neue Pille danach
Venenthrombose
Schweinegrippe II
Schweinegrippe
Verhütungsmethoden 1
Verhütungsmethoden 2
Gepanschte Produkte
Antioxidanzien
Magensäureblocker
Bittergurke
Lippenherpes
Cholesterinsenker Ezetimib
Analoginsuline
Antirauch-Tabletten
Akute Bronchitis
Schlankmacher
Impfen gegen Krebs?
Anti-Aging
Rheumamittel Arcoxia
Zeckenbiss - was tun?
Allergieimpfung...
Nanomineralien
Erkältungskrankheiten
Archiv
Abo: Einzelpersonen
Abo: Praxis-Set
Abo: Apotheken
Abo: Firmen/Institute usw.
Abo: als Geschenk
Kontakt/Impressum
Patientenbriefe
Bestellung Patientenbriefe
Kontakt/Impressum
Register
Zuzahlungsfreie Arzneien
Pressespiegel
Radiobeitrag Bayern2
Layoutmaterial
Kontakt/Impressum
Über uns
Leseprobe
Abonnement
Werbung-Aufgepasst!
Patientenbriefe
Service
Presse
 
aktuelle Ausgabe
frühere Ausgaben (Inh.)
Ulipristal neue Pille danach
Venenthrombose
Schweinegrippe II
Schweinegrippe
Verhütungsmethoden 1
Verhütungsmethoden 2
Gepanschte Produkte
Antioxidanzien
Magensäureblocker
Bittergurke
Lippenherpes
Cholesterinsenker Ezetimib
Analoginsuline
Antirauch-Tabletten
Akute Bronchitis
Schlankmacher
Impfen gegen Krebs?
Anti-Aging
Rheumamittel Arcoxia
Zeckenbiss - was tun?
Allergieimpfung...
Nanomineralien
Erkältungskrankheiten
Archiv
Medikamente ohne Zuzahlung (bitte Bild klicken)
Abonnement

Die Herausgeber:





Wiesenlieschgras (Foto: Prazac, licenced under Attribution ShareAlike 2.5, auf Bild klicken)

Textprobe aus GPSP 1/2007

Neu: Grazax® Tabletten

"Allergieimpfung" gegen Heuschnupfen?

Grazax® Tabletten sollen jetzt die Behandlung der Gräserpollenallergie erleichtern. Sie werden vom Anbieter als "Allergieimpfung"1 bezeichnet. Bislang gab es zur so genannten Hyposensibilisierung nur Spritzen sowie umständlich anzuwendende Tropfen.
Der Hersteller Alk-Scherax bezeichnet Grazax® als "hoch wirksam" und "gut verträglich". Die Tabletten enthalten eine bestimmte Menge von Allergenen aus Pollen von Wiesenlieschgras. Das verschreibungspflichtige Arzneimittel ist nur für Erwachsene mit allergischen Symptomen an Nase und Augen zugelassen. Voraussetzung für die Anwendung sind Tests, die bestätigen, dass die Symptome durch Gräserpollen ausgelöst werden.
Die Einnahme von Grazax® soll mindestens vier Monate vor dem erwarteten Beginn des Pollenflugs begonnen und während der gesamten Pollensaison fortgesetzt werden. Täglich muss eine der so genannten Sublingualtabletten unter die Zunge gelegt werden (sublingual = unter die Zunge). Dort löst sich die Tablette rasch auf. Die Allergene sollen auf diese Weise besser vom Körper aufgenommen werden als bei den Tropfen.
Während sich für gespritzte Präparate ein gewisser Nutzen bei Pollenallergien nachweisen lässt (GPSP 4/2006, S. 6), sind die Wirksamkeitsbelege für sublinguale Präparate bislang ungenügend. Eine "hohe" Wirksamkeit, wie vom Hersteller behauptet, können wir nicht bestätigen. Zwar gibt es für die neuen Tabletten zwei Studien, in denen beim Vergleich mit einem Scheinmedikament eine geringe Besserung von Heuschnupfensymptomen während der Pollenflugsaison feststellbar waren.2 Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist jedoch eingeschränkt, da die Studien von schlechter methodischer Qualität sind. Wichtiger wäre zudem ein Vergleich der neuen Tabletten mit den gebräuchlichen Präparaten zum Spritzen, deren Wirksamkeit bei Pollenallergie besser belegt ist. Doch solche wirklich sinnvollen Studien fehlen.
Auch die Verträglichkeit des neuen Mittels bewerten wir nicht so positiv wie der Hersteller: Da die Tabletten einen allergenen Bestandteil enthalten, gegen den ja bereits eine Unverträglichkeit besteht, verwundert es nicht, dass bei sieben von zehn Anwendern Nebenwirkungen auftreten. Besonders oft kommt Juckreiz im Mund, an den Augen, den Ohren und der Haut vor. Zunge und Schleimhäute im Mundbereich schwellen häufig an, bei manchen Anwendern so stark, dass der Arzt gegen diese Nebenwirkung ein Kortikoid spritzen muss. Rachenentzündungen, Husten, Kopfschmerzen und Müdigkeit kommen ebenfalls häufig vor, und außerdem zahlreiche weitere Nebenwirkungen.3
100 Tabletten kosten 372,45 Euro. Die monatlichen Kosten betragen also 113 Euro.
Beim gegenwärtigen Kenntnisstand können wir die Anwendung der wenig nützlichen und schlecht verträglichen Grazax®-Tabletten nicht empfehlen. Die Anwendung bei Kindern ist nicht erlaubt.

Quellen

1     Schreiben der Firma Alk-Scherax vom 20. Nov. 2006
2     arznei-telegramm 2006; 37: 120-1
3     Alk-Scherax GmbH: Fachinformation Grazax®, Stand Okt. 2006

 

© 2005-2009 • Gute Pillen - Schlechte Pillen | Impressum | Admin